Maike Tschorn gehört zu den Journalistinnen, die man im öffentlichen Rundfunk sofort wiedererkennt – nicht nur wegen ihrer ruhigen, klaren Stimme, sondern vor allem wegen der Authentizität, mit der sie Geschichten erzählt. Als Reporterin, Moderatorin, Autorin und Redakteurin beim Hessischen Rundfunk (hr) hat sie sich eine bemerkenswerte Karriere aufgebaut, die weit über klassische Studio‑Moderation hinausgeht.
Ihr beruflicher Alltag ist eine Mischung aus Recherche, Begegnungen vor Ort und kreativem Erzählen. Doch wie sieht ein ganz normaler Tag für sie aus? In diesem Beitrag nehmen wir Sie mit hinter die Kulissen ihres journalistischen Lebens – von den ersten Gedanken am Morgen bis zum Ausklang des Tages.
Quick Bio Table
| Name | Maike Tschorn |
| Beruf | Journalistin, Moderatorin, Reporterin |
| Arbeitgeber | Hessischer Rundfunk (hr) |
| Bekannt für | Campervan-Roadtrip, hallo hessen, Die Ratgeber |
| Arbeitsbereiche | Recherche, Moderation, Reportagen, Redaktion |
| Spezialität | Authentisches Storytelling, Reisereportagen |
| Heimat | Bremen, Deutschland |
| Medienpräsenz | Fernsehen, Social Media |
| Sprachen | Deutsch |
| Charakteristisch | Neugierig, authentisch, nahbar |
| Privatleben | Verheiratet, hält Details privat |
| Interessen | Reisen, Begegnungen mit Menschen, Kultur |
| Reiseziele | Europaweit, Outdoor- und Kulturreportagen |
Morgenroutine – Der Tag beginnt mit Planung
Für viele Journalistinnen ist der Morgen ein entscheidender Teil des Tages – und bei Maike Tschorn bildet dieser Moment keine Ausnahme. Noch bevor sie das erste Dreh‑ oder Moderationsmeeting hat, beginnt der Tag mit einer klaren Routine: E‑Mails checken, Nachrichten überblicken, Themenprioritäten setzen und den Tag strukturieren.
Gerade bei wechselnden Projekten – von lokalen Berichten bis zu großen Reisereportagen – ist eine gute Vorbereitung der Schlüssel zum Erfolg. Maike plant im Stillen bereits, welche Storys sie heute erzählen will, welche Menschen sie treffen könnte und wie sie die nächsten Schritte vorbereiten kann – ein Prozess, der Fokus und Gelassenheit verlangt.
Berufsalltag – Recherchieren, Redigieren, Storytelling
Ein großer Teil der journalistischen Arbeit findet am Schreibtisch statt – und das gilt auch für Maike Tschorn. In der Redaktion des Hessischen Rundfunks arbeitet sie an Themen, die oft weit über lokale Ereignisse hinausgehen. Hier geht es nicht nur um das Sammeln von Fakten, sondern vor allem um das Storytelling: Welche Geschichte steckt hinter einer Nachricht? Wie wird sie Menschen nahegebracht? Welche Perspektive bringt neue Einsichten?
In Zusammenarbeit mit Redaktions‑ und Produktionsteams entstehen Konzepte für Videobeiträge, Interviewleitfäden oder ganze Reportageformate. Besonders ihre Fähigkeit, Geschichten authentisch und nahbar zu erzählen, hat ihr in der Branche Aufmerksamkeit eingebracht.
Reisen und Reportagen – Auf Achse mit dem Campervan
Einer der markantesten Aspekte ihres Schaffens ist die Reportageserie “Campervan‑Roadtrip”, bei der Maike mit einem Wohnmobil quer durch Europa unterwegs ist.
Stellen Sie sich vor: Ein Camper, endlose Straßen, unterwegs in unbekannten Landschaften und mit dem Ziel, Menschen mitten im Leben zu treffen. Genau das macht dieses Format so besonders und Maikes Arbeit so inspirierend. Ob in Schottland, Andalusien, Dänemark oder an der Nordsee – sie erzählt nicht nur von Orten, sondern vor allem von Menschen.
In den Episoden reist sie oft ohne Drehbuch los und lässt Begegnungen und Eindrücke sprechen. Diese Ungezwungenheit, gepaart mit journalistischer Neugier, macht ihren Ansatz einzigartig. Zuschauer erleben nicht nur Landschaften, sondern persönliche Geschichten, handverlesen und mit Blick für Details.
Moderation und Live‑Berichte – Vor der Kamera
Neben den Roadtrip‑Reportagen ist Maike auch regelmäßig live vor der Kamera zu sehen. Sie moderiert Beiträge für Formate wie „hallo hessen“ oder „Die Ratgeber“, und ist auch bei Live‑Schalten zu besonderen Gelegenheiten im Einsatz.
Live‑Moderation verlangt ganz andere Fähigkeiten als aufgezeichnete Reportagen: Spontaneität, sichere Sprache, und die Fähigkeit, schnell zu denken und zu reagieren. Maikes Stärke liegt darin, selbst komplexe oder aktuelle Themen verständlich und zugänglich zu präsentieren – ohne dabei die Tiefe der Berichterstattung zu verlieren.
Begegnungen – Menschen im Fokus
Was ihren journalistischen Tag besonders prägt, sind die Menschen, denen sie begegnet. Ob ein Schäfer an der Nordsee, der sein Handwerk liebt, oder eine Pferdeflüsterin in Andalusien – genau diese Begegnungen bilden das Herz ihrer Reportagen.
Journalismus ist für sie keine abstrakte Theorie, sondern lebendige Realität. Es sind diese persönlichen Momente, die nicht nur ihre Geschichten bereichern, sondern auch ihren eigenen Alltag als Journalistin formen – denn sie wirken nach, inspirieren und lassen neue erzählerische Ideen entstehen.
Kreative Auszeit – Nacharbeiten und Vorbereitung
Nach einem intensiven Dreh oder einer Live‑Moderation folgt die Phase der Nachbereitung. Maike sitzt dann mit dem Film‑ oder Redaktionsteam zusammen, sichtet Material, bespricht Schnittideen oder arbeitet Texte aus. Diese Phase ist oft stiller und konzentrierter als der lebhafte Dreh am Vormittag, aber genauso wichtig, um gute Inhalte fertigzustellen.
Journalismus endet nicht beim Dreh; ein Beitrag entsteht durch viele kleine Entscheidungen, die am Schreibtisch getroffen werden – etwa, welche Aussagen im Fokus stehen und wie ein Beitrag die Zuschauer erreicht und bewegt.
Privatleben und Balance – Die Person hinter der Journalistin
Obwohl Maike Tschorn im Fernsehen präsent ist, hält sie ihr Privatleben bewusst aus der Öffentlichkeit heraus. Sie vermeidet, intime Details in Interviews zu teilen, und schützt so ihr persönliches Umfeld.
Was jedoch bekannt ist: Sie ist verheiratet, hält diese Seite ihres Lebens aber weitgehend privat und außerhalb des Rampenlichts.
Gerade diese Balance zwischen beruflicher Öffentlichkeit und privater Ruhe zeigt, wie wichtig es ihr ist, nicht nur Geschichten anderer zu erzählen, sondern auch in ihrem eigenen Leben Raum für Ausgleich zu schaffen – sei es durch Reisen, Zeit in der Natur oder Begegnungen mit Menschen, die nichts mit ihrer Arbeit zu tun haben.
Abend – Reflexion und Ruhe
Der Tag neigt sich dem Ende zu, und doch bleibt Zeit für Reflexion: Was habe ich heute gelernt? Welche Geschichte will ich morgen erzählen? Für eine Journalistin bedeutet ein Arbeitstag selten, einfach die Kamera abzuschalten und „auszuschalten“. Vielmehr ist es ein Nachdenken über Inhalte, eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Erlebten und oft auch die Vorbereitung auf den nächsten Tag.
Die Fähigkeit, sowohl beruflich als auch menschlich präsent zu bleiben, ist Teil dessen, was Maike Tschorn auszeichnet: eine Journalistin, die nicht nur informiert, sondern verbindet.
FAQs
Wer ist Maike Tschorn?
Maike Tschorn ist eine deutsche Journalistin, Moderatorin und Reporterin, die vor allem für ihre Arbeit beim Hessischen Rundfunk bekannt ist. Sie produziert Reportagen, reist für Dokumentationen und moderiert diverse Formate.
Welche Formate moderiert sie?
Sie ist unter anderem in Sendungen wie hallo hessen, Die Ratgeber und der Reportageserie Campervan-Roadtrip zu sehen, wo sie Menschen, Orte und Geschichten authentisch präsentiert.
Was macht ihre Reportagen besonders?
Maike Tschorns Reportagen zeichnen sich durch Nähe zu den Menschen vor Ort, authentisches Storytelling und eine Mischung aus Kultur, Reisen und Alltagserlebnissen aus.
Wie gestaltet sie ihren Arbeitsalltag?
Ihr Tag umfasst Recherche, Drehvorbereitung, Interviews, Reisen zu Reportageorten, Live-Moderationen und die Nachbearbeitung von Beiträgen.
Wie hält sie Privatleben und Beruf getrennt?
Obwohl sie im Fernsehen präsent ist, schützt sie ihr Privatleben bewusst. Sie ist verheiratet, gibt aber nur wenige Details über ihr Familienleben preis.
Fazit – Ein vielseitiger Alltag
Ein Tag im Leben von Maike Tschorn ist geprägt von Neugier, Begegnung und Professionalität. Vom Morgen des Planens über die Intensität des Recherchierens bis hin zu den Reisereportagen mit dem Campervan – ihre Arbeit zeigt, wie vielseitig moderner Journalismus heute ist.
Sie verbindet fachliche Kompetenz mit echter Menschlichkeit, ohne dabei ihr eigenes Leben zur Schau zu stellen. Und genau das macht sie zu einer Journalistin, die viele Zuschauerinnen und Zuschauer nicht nur informieren, sondern auch berühren kann.






